Tag 1 - Berlin - Bangkok
- Tobi

- vor 2 Tagen
- 7 Min. Lesezeit
Sonntag/Montag 8. und 9. März 2026
Nun ist es endlich so weit. Der Tag der Abreise ist gekommen (als ob unser letzter Urlaub schon ewig her wäre).
Kurz vor 7 Uhr sind wir wach und bereiten die letzten Sachen vor und fahren danach zu H&H. Bevor wir aber Richtung BER aufbrechen, wird natürlich noch einmal für den Holger gesungen.
Die Strecke bis zum BER war sehr wenig befahren, sodass wir schnell ankamen.
Nach der Verabschiedung, gingen wir gleich zur Gepäckstation. 5 Schalter waren gerade am öffnen und vor uns waren noch nicht viele Leute.
Das System hing sich immer wieder auf, weswegen wir 10 Minuten noch einmal warten mussten. Hinter uns wurde es immer voller und wir stellen fest, dass über 90 % Asiaten heute mit uns fliegen werden.
Nachdem sie das System wieder funktionstüchtig gemacht haben, ging die Abfertigung auch sehr schnell. Genau so war es auch bei der Sicherheitskontrolle. Seitdem man nichts mehr auspacken muss, geht es super schnell. Selbst Getränke darf man mittlerweile ein führen.
Den BER kennen wir ja in und auswendig. Dachten wir.
Hatten wir doch bis jetzt nie einen Zugang zu einer Lounge.
Der Flughafen hat insgesamt vier Stück. Wovon wir drei besuchen können (davon aber zwei mit Bedingungen).
Diese Erfüllen wir heute leider nicht, sodass uns "nur" die Tegel Lounge bleibt.
Ohne Probleme wurden wir herzlichst Begrüßt und machten uns einen kleinen Überblick. An Essen und Getränken scheitert es hier nicht. Die Auswahl ist sehr groß und gut. Schade, dass es jetzt nur Frühstück gibt.
Für nichts muss man bezahlen und die Plätze wissen auch zu gefallen.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass es nur Paulaner gibt und mir dieses Bier so gar nicht schmeckt.
Nach zwei Stunden mischen wir uns wieder in den normalen Flughafenalltag.
Das Flugzeug steht schon bereit und wir erfragen noch schnell ein Upgrade. Für billige 3.000 € könnten wir in der Business Class sitzen. Das ist es uns nun auch nicht wert und so fliegen wir wieder Holzklasse.



Die Sitze sind bequem und haben erstaunlich viel Beinfreiheit.
Kurz nach dem Start bekommen wir schon unsere Menükarte ausgehändigt.

Wir bestellten uns die Nuddeln und die Hähnchenbrust. Das Letztere war extrem lecker und bekommt 5 von 5 Punkten.


Softdrinks und Saft konnte man sich hinten in der Küche selber einschenken. Man hätte natürlich auch den Knopf für die Stewardessen drücken können, doch wir bewegen uns gerne immer mal wieder im Flugzeug.
Alkohol und Mocktails gab es nur zum Essen. Danach nicht mehr.
Der Service war sehr gut, auch wenn die Stewardessen kaum bis gar kein Englisch konnten.
Kurz bevor um 5 Uhr Pekingzeit die Landung begann, gab es noch Frühstück.


Es war ein sehr ruhiger und guter Flug und nur zu empfehlen (Preis/Leistung ist super).
Peking wirkte von oben schon sehr beeindruckend und macht jetzt schon Lust auf unsere letzten Urlaubstage.
Hier haben wir jetzt über 4 Stunden Aufenthalt und dürfen auch hier wieder die Vorteile einer Lounge auskosten.
Der Flughafen ist sehr gut ausgeschildert und ich war schon überrascht, dass es so wenig Kontrollen gab (ich ahnungsloser Depp).
Wir mussten in den Transitbereich für die internationalen Flüge. Okay, dass ist klar. Doch den ersten Schritt in diesem Bereich, kam uns gleichzeitig ein Satz von den Lippen: "Ist ja wie in Indien hier".
Zum Glück haben wir massig Zeit, aber wer mich kennt, weiß das es die Sache nicht besser macht und wie meine emotionale Gefühlslage war (arme Jule).
Man Betritt den Raum, der gerade einmal für 20 Menschen ausgelegt ist. Dann wird natürlich der Reisepass und die Boardkarte kontrolliert. 1. Stempel auf die Karte (schaffen wir den Rekord von Indien, mit 6! Stempeln auf einen Boardingpass?).
Dann heißt es erst einmal warten und wehe, man ist auch nur ein Millimeter über die heilige, gelbe Wartelinie. Ist ja nicht so, dass die erste Stempelbeauftragte alle in Fließband abfertigt und hinter uns scheucht.
Ich behalte meine Ruhe (nicht). Der zweite Stempelbeauftragte ( ich hatte Zeit und habe nachgemessen), der sage und schreibe genau zwei Fußlängen (42er Schuhgröße) neben der ersten sitzt, kontrolliert natürlich jetzt noch mal die Boardkarte und den Reisepass. Obwohl der Reisepass nicht so wichtig erscheint.
Man soll, wenn man an der Reihe ist, die ganze Zeit in die Kamera gucken. Hätte ja davor keine Zeit gehabt ihn zu beobachten.
So, der zweite Stempel ist drauf und man darf zur Sicherheitskontrolle.
Ganze 37! Leute kümmern sich um einen Schalter. Der Zweite wird erst eröffnet, als ich in der Nähe von den Schalter war. Ich dachte mir, na Mensch, haben sie Mitleid? Man lag ich falsch...
"Haben Sie zwei Stempel?" werde ich in einen kaum hörbaren englisch gefragt.
"Hää?, nur zwei. Ich habe drei" war anscheinend nicht die richtige Antwort.
Verzweifelt suchten sie den dritten Stempelverantworlichen. Nach langem suchen, stellt mein Kontrolleur fest, dass er es selber ist.
Nun sollte ich meine ganze Technik auspacken. Ich mache meinen Rucksack auf und frage ihn, ob ich es wirklich machen muss?
Nach langem überlegen, entscheidet er, nur die Powerbank und den Laptop.
"Feuerzeuge?". "Nope, muss ich schon vor dem ersten Stempel abgeben"
Dann durfte ich endlich durch. Hinter mir eine genervte Menschenschlange.
Natürlich wurde mein Rucksack nicht einfach so durchgewunken. Nein. Ich soll alles auspacken. Gesagt, getan und was macht der Kontrolleur? Er legt meinen Rucksack einfach auf die ganze Sachen. Logik?
Versuch Nummer zwei. Die Technik geht durch, aber ich habe irgendwo ein Feuerzeug.
Nach langem Suchen fand er wirklich noch ein leeres und kaputtes Feuerzeug.
Also Feuerzeug entsorgen und wieder durch den Scanner. In der Zeit konnte ich aber kein Platz für die Anderen machen, weil es keine Tische gab und ich meine Technik bestimmt nicht irgendwo auf den Boden lege.
Scann Nummer drei zeigt wieder was verdächtiges. Meine geschlossene Zigarettenpackung wurde unter die Lupe genommen.
Scann Nummer vier - ohne Packung natürlich - zeigte ein einziges Streichholz.
Tja, was soll man sagen. Streichholz weg und Scann Nummer 5 zeigt alles in Ordnung an.
Na Mensch. Ich wollte ja noch mitteilen, dass ich alles locker in den Schuhen hätte mit reinschmuggeln können (deswegen muss man diese in Indien ausziehen).
Jule gab mir aber zu verstehen, dass ich einfach meinen Stempel 4 holen und gehen soll.
Tatsächlich, werden es bei nur 4 Stempeln und 5 Scanns bleiben. Lachhaft. Da hätte ich schlimmeres erwartet. Doch wir haben ja noch nicht versucht, in China einzureisen.
Egal, das Terminal 2 ist nicht spektakulär und hat wenig zu bieten. Zum Glück haben wir unsere Lounge.




Die Betten waren zwar sehr weich, aber so konnte man die Zeit super überbrücken.
Pünktlich starten wir in Peking Richtung Bangkok. Die fünf Stunden zogen sich, doch konnten wir hier viel Schlafen.
Das Essen war Okay, aber nicht mit dem Langstreckenflug zu vergleichen.
Sanft landen wir in Bangkok und können eine fast leere Reihe vor der Immigration erwischen.
Wie ist das mit dem leeren Wagon in einer U-Bahn, obwohl alle anderen Wagons voll sind?
Ja genau, irgendwas stimmt hier nicht.
Nicht der Zollbeamte, sondern die Menschen. Vor jedem Schalter steht in jeder Sprache, was man vorzeigen muss. So schwer kann das doch wirklich nicht sein? Und wenn hier welche denken, es sind alte Leute. Nein, 9 von 10 mal sind es Junge bzw. unser Alter.
Wir brauchen natürlich nur 3 Minuten.
Nach kurzem warten, kommen auch unsere Koffer und wir können endlich wieder frische Luft einatmen.
Bei 38 Grad im Schatten fangen wir gleich an zu schwitzen.
Wir ordern uns ein Taxi, weil für Grab müssten wir zwei Etagen hoch.
Der Taxifahrer fährt schon los und guckt sich nebenbei die Adresse an.
Taximeter will er nicht anmachen und auf meine 400 Baht will er auch nicht eingehen.
Er hat ja schließlich ein SUV und bla bla bla.
Ich meinte, er soll uns raus lassen und wir bestellen für 390 ein Grab. Doch er fährt immer weiter und knickt nach 5 Minuten ein, als er merkt, dass ich nicht über 400 gehe. Er wollte tatsächlich 687 Baht für die Fahrt haben.
16 Uhr erreichen wir unser Hotel und werden gleich wie Könige behandelt. Wir bekommen durch die Amex ein Zimmerupgrade und Frühstück. Sehr gut. Dazu dürfen wir noch 100 USD im Hotel ausgeben, sei es für Spa, Minibar oder die Rooftopbar. Genial.
Unser Zimmer liegt im 19. Stock und ist extrem groß und komfortabel. Dazu steht auf dem Bett schon unser erstes Mitbringsel.





Bevor wir aber die dringliche Dusche in Anspruch nehmen, stoßen wir am Pool auf unseren Urlaub noch einmal an. Endlich angekommen.

Nach einer ausgiebigen Dusche und endlich wieder Zähne putzen, ordern wir uns ein Grab, welches uns zum Khlong Toei Markt fährt. Hier soll es sehr viele frische Lebensmittel geben und hauptsächlich kaufen hier nur die Einheimischen.
Warum das so ist, erkennen wir schnell.
Über Hygiene reden wir hier mal lieber nicht. Doch ist es genial hier langzulaufen.
Bei vielen Frischständen, ist die Ware noch so frisch, dass sie teilweise noch um die Wette zappeln.
Der Boden ist extrem rutschig und überall riecht es nach Fisch und Gemüse. Ich liebe es.
Ich könnte hier wirklich stundenlang rumlaufen.
Bei solchen Anblicken bekommt man Hunger und wir steuern - mit einem kurzen Schlenker zur Soi Cowboy Straße - den SW1 Markt an.
Nach ein paar Kilometern erreichen wir den Markt und nach zwei Minuten hat mich diese Stadt schon wieder in ihren Bann gezogen.
Jeder Stand, hat eine andere Köstlichkeit zu bieten. Meine Geruchsnerven tanzen Walzer und wenn ich an einen Himmel glauben würde, dann wäre es genau so.
Leider sind wir durch das Flugzeugessen und den Annehmlichkeiten einer Lounge so gesättigt, dass heute nicht mehr viel reinpasst. Dazu sind es ja immer noch 34°C.
Auch Jule weiß ab jetzt, warum alle von Bangkok so geschwärmt haben.
Nur bei einem Stand zögert sie und hat ein bisschen Ekel.

Morgen oder übermorgen muss es aber probiert werden. Selbst wenn wir es wieder ausspucken, aber kosten sollte man schon.
Mit diesen genialen Eindrücken wollten wir eigentlich noch in den Rotlichtbezirk Nana Plaza und dort noch einen Lüpfen.

Hier herrscht richtig treiben und Jule bekommt das erste Mal die Ladyboys zu hören.
In das richtige Rotlichtviertel dürfen wir nicht rein. Ich darf meinen Rucksack, samt Kamera nicht mit reinnehmen.
Tja, dann vielleicht morgen. Irgendwie sind wir heute auch platt und laufen zurück zum Hotel.
Nach 7 Kilometern merken wir unsere Beine und freuen uns auf das Bett und auf die nächsten zwei Tage in dieser wundervollen Stadt.





































































































































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