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Tag 16 - Peking - Im Reich der Mitte

  • Autorenbild: Tobi
    Tobi
  • vor 3 Tagen
  • 8 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 21 Stunden

Dienstag, der 24. März 2026

Unsanft werde ich 0 Uhr geweckt. Ich möchte bitte meinen Sitz nach vorne wieder machen, da wir uns jetzt auf die Landung vorbereiten.


Kurze Zeit später sind wir am Boden und dürfen zur Passkontrolle. Es ist sehr leer. Da ist doch was Faul.


Wir werden gefragt, ob wir schon den Bogen ausgefüllt haben. Nein haben wir nicht, den gab es auch nicht Online, damit man den nicht Vorort ausfüllen muss.


Nö, sagt der Mann und schickt uns zu 6 (ja, nur 6 Stück) Terminals.


Da wir uns extra beeilt haben, bekommen wir noch die Letzten zwei freien.


Womit sind Sie gerade angekommen? Echt jetzt? Auf einem Flughafen vor der Passkontrolle und weit vom Ausgang entfernt, werde ich gefragt, wie ich angekommen bin und nein, falls jemand denkt, dass es ein Standard Formular ist. Bus oder Zug gibt es nicht als Option. Nur Flugzeug.


8 Minuten später haben wir auch alles ausgefüllt, aber nur mit Hilfe der einzigen Mitarbeiterin, die für alle ganz alleine Verantwortlich ist und jeden einzelnen anscheinend erwürgen möchte.


Nun zur richtigen Passkontrolle. Vor uns stehen nicht viele, aber das heißt nichts.


Doch zum Glück werden 75 % wieder weggeschickt, weil sie das Formular nicht ausgefüllt haben (stand auch nirgends, uns hatte es nur der eine Mitarbeiter gesagt).


Irgendwann sind wir dann auch dran. Mein Ausweis wird auf alles geprüft was Buchstaben hat. Die selben Fragen wie beim Formular werden mir gestellt (okay, Deutschland und China müssten sich Bestens verstehen).


Dann haben wir es geschafft. Ich hatte es mir um einiges schlimmer vorgestellt, aber es bleibt einfach nur ein Rätsel, warum es nicht besser organisiert ist.

Unsere Koffer fahren schon die 10. Ehrenrunde, aber sie sind da und wir dürfen raus.


Dort wartet schon der bestellte Fahrer mit einem Schild (wo unser Nachname drauf steht) und wir werden gleich freundlich zum Auto geführt.


Knapp 60 Kilometer ist unser Hotel entfernt, aber um 1:45 Uhr ist auch in Peking nicht viel los auf den Straßen und wir kommen eine Stunde später am Hotel an.


Die Nette Frau am Empfang reibt sich ihre Augen und ist gleich wach und guckt in ihrem Computer nach. Mit einem kleinen Aufpreis dürfen schon einchecken.


Das nehmen wir natürlich an und holen uns noch zwei kleine Pandabiere.


Hallo China
Hallo China

Jule ist danach müde und möchte nur schlafen. Ich hingegen bin auf ein mal hellwach und könnte schon die Gegend ein bisschen unsicher machen, doch wir gehen ins Bett und schlafen sofort ein. Ist ja auch schon weit nach 3 Uhr morgens.


Das Bett ist sehr bequem und der Schlaf tat richtig gut. Bis kurz nach 8 Uhr schlafen wir.


Das Frühstück ruft nach uns und eine Treppe nach unten sind wir dort. Das Angebot ist sehr dürftig und schmeckt nicht wirklich. Der Raum ist auch sehr eng und klein, sodass wir nicht traurig sind, morgen hier nicht zu essen.



Nach einer weiteren kurzen Pause nehmen wir uns ein Didi (das Uber/Grab Chinas).


Dieser fährt uns zum Jingshan (Kohlehügel). Von diesem soll man eine super Aussicht auf die verbotene Stadt haben.


Es ist schon extrem gut gefüllt und ohne Ende sieht man Menschen und chinesische Reisetruppen. Das Verhalten spiegelt der allgemeinen Meinung wieder. Unfreundlich, laut und nur auf sich selbst gedacht. Platz machen oder auf einem schmalen weg hintereinander laufen - Fehlanzeige.


Wir rempeln uns durch die Massen und erreichen dann den Eingang.




Für 0,25 €/Person Eintritt darf man den Park betreten.


Fasst alle laufen sofort nach oben. Es ist steil, aber es ist zum Glück auch nicht wirklich warm und so geht es ganz gut hinauf.


Vorbei an einigen schönen Tempel hat man ganz oben eine tolle Aussicht auf die verbotene Stadt. Sie wirkt sehr imposant und ist riesig.


Leider ist es sehr vernebelt, doch wir sehen trotzdem alles und irgendwie passt es auch hierher.



Unten angekommen, können wir uns ein Bild davon machen, wie viele Leute vor dem Eingang wirklich rum laufen. Es ist der Wahnsinn und auf 85.000 Besucher am Tag begrenzt. Für uns ist diese Straße allgemein und der Eingang ein Zeichen, dass wir diese Stadt nicht besichtigen werden.


Es dauert bestimmt nur ein paar Minuten, bis ich hier keine Nerven mehr hätte.


Wir bestellen uns wieder ein Didi und fahren Richtung Nan Luo Gu Xiang. Eine Straße in der Altstadt bzw. Hutongs.


Der Verkehr in Peking ist für die Einwohneranzahl (ca. 21 Millionen) doch sehr ruhig. Es gibt auch fast nur E - Autos. Bei den Rollern haben wir keinen einzigen Verbrenner gesehen. So ist es auch angenehm ruhig und auch gehupt wird sehr wenig. Eine richtige Erholung im Verhältnis zu den letzten Wochen.


Der Eingang zu der bekanntesten Hutong ist schon sehr schön gemacht und wir können davor auch noch den Bahnplan studieren.



Super viele Geschäfte mit Essen, welches wir noch nie gesehen haben, gutriechende Teeläden, Süßkramgeschäfte und noch vieles weitere.


Wir sind in einer anderen Welt und es ist ein reiner Kulturschock, was hier los ist. So haben wir uns das vorgestellt.


Von jedem Geschäft wird man angesprochen und fast reingezogen. Was noch dazu kommt ist, dass die "Eintreiber" ein Mikrofon haben, welches an den Lautsprechern angeschlossen ist. Es ist extrem laut und das aus jedem Geschäft. Überall wird nach uns geworben (bzw. unserem Geld).


Überall wird man zum kosten "gezwungen". Besonders beim Tee ist es gut. Manche Sorten sind auch super lecker, doch für 15 €/100 Gramm ist es uns zu teuer.



Es riecht alle paar Meter so toll. Ein Paradis für Foodies.


Bei zwei Läden können wir nicht vorbei, ohne was zu kaufen. Bei mir ist es der Stand, der Pekingente in Wraps gerollt und bei Jule ein Eclair Laden. Leider war dort die Mangofüllung nicht mehr Verfügbar. So musste es Matcha und Schoko sein.



Das war ein Genuss.

Die Straße ist eigentlich nicht so lang, doch man muss einfach bei jedem Stand anhalten und alles bestaunen. Alle 150 Metern geht es auch weiter rein und dort ist dann ein Food Court.


Hier versuchen mehrere Lokale uns ihre Ware schmackhaft zu reden bzw. wir probieren uns satt.




Auch die Bäcker wissen sehr zu gefallen. Man kann die Bäcker sogar zugucken, wie sie alles frisch zubereiten.



Natürlich gibt es noch viele weitere Shops und interessantes hier. Insgesamt haben wir die doch relativ kurze Strecke über 1,5 Stunden gebraucht.

Da uns dies so gefallen hat, wollen wir noch ein Hutong, namens Yan Dai Xie jie, angucken.


Wir sind gespannt, ob sie alle gleich aussehen und laufen dieses bis dahin. Es sind 1,2 Kilometer und die Strecke ist sehr schön. Auch hier sind wieder viele Geschäfte, kleine Minimarkts und Souvenirshops. Und Jule hat mir vor dem Urlaub nicht geglaubt, dass wir viel Zeit zum "in den Läden auch richtig gucken" haben.


20 Minuten später sind wir am Ziel. Wieder gibt es ein schönes Eingangstor und nebenan einen schönen Tempel.


Dieses Hutong gefällt uns noch besser. Es ist nicht so stark belaufen, man wird nicht von jedem Mitarbeiter angesprochen (alle ohne Mikrofon hier) und die Häuser sehen so genial alt aus, dass wir denken, dass wir eine Zeitreise gemacht hätten.


Auch gibt es hier wieder tolle Stände und es herrscht eine unfassbar tolle Atmosphäre. Dieser Ort ist magisch und wir haben uns gleich in ihn verliebt.


Das man auch zu mehreren Seen später kommen wird und es dort einige Rooftopbars gibt, macht diesen Ort noch besser.


Wir setzen uns natürlich auch in einer und genießen einen tollen Mocktail. Dazu diese tolle Aussicht.




Jule findet nach dem Mocktail (war es vielleicht doch ein Cocktail?) einen neuen Kumpel.



Nach 5 Minuten intensiven Smalltalk springt Jule auf und ist außer sich und meckert rum. Warum? Weil er nicht einmal darauf geantwortet hat (die Sau).


Zur Tröstung bekommt der Panda ein Eis von mir.

Wenn man Märkte in Peking googelt, sticht einer immer hervor. Der Hongqiao Market. Bei den Bewertungen liest man, dass man hier sehr gut verhandeln muss und sein Geschick dort auf die Probe stellen kann. Wenn man gut ist, dann kann man bis zu 60 % unter den angegeben Preis kommen (nur 60 % ? Anfänger).


Der Markt ist 3,3 Kilometer entfernt. Bevor wir uns ein Didi bestellen, müssen wir vorher noch 300 Meter laufen. Denn, bis 3 Kilometer gibt es einen Festpreis, an dem nichts zu machen ist. Egal wie lange wir stehen, oder langsam fahren. Dieser Festpreis beläuft sich auf 13 CNY (1,70 €).


Er wird auch als Perlenmarkt bezeichnet. Auf 5 Etagen gibt es alles.


Die Verkäufer sind hier extrem penetrant und ich (warum eigentlich nur ich?) von jedem angefasst. Genervt fasse ich sie auch an und frage, ob sie ein Taschentuch kaufen wollen.


Hier kann man auch "originale" IPhones kaufen, für gerade einmal 130 € umgerechnet.


Auf jeder Etage gibt es unzählige kleine Stände, saubere Toiletten und sehr viel Schmuck (dieser sieht sogar nicht nach einer Fälschung aus (soweit ich das Beurteilen kann)).


Wir erwerben hier unser erstes China Souvenir. Von Billigen 13 €, Verhandel ich wie ein Weltmeister unser Mitbringsel auf 4 € Runter.


Man muss auch sagen, sie verhandeln sehr seltsam. Jule guckt sich eine Tasche an. Der Erstpreis liegt bei 111 €. Sofort wird auf 70 € runter gegangen.


Wir gehen einfach und ein bisschen aggressiver werden uns dann die Zahlen (im Sekundentakt) 50, 40 und 30 € genannt. Und in den Bewertungen steht, dass es hier schwer ist.


In der 5. Etage ist eine Bar, die eine tolle Aussicht auf Peking bietet.


Dachten wir zum Anfang, dass es nur noch der morgendliche Nebel ist, wissen wir jetzt, dass der Dunst wirklich der Smog ist.


Obwohl hier 99 % nur E-Fahrzeuge fahren und viele Fahrräder unterwegs sind. Doch da es Nachts noch sehr frisch ist, wird noch viel mit Kohle geheizt.


Peking ist erst in den letzten zwei Jahren auf das Chinesiche Minimum in Sachen Feinstaubbelastung gekommen (35uglm³).


Trotzdem ist die Aussicht schön, auch wenn wir keine Wolke am Himmel haben.





Wir fahren noch in den Keller, um uns die Essensetage anzugucken. Hier herrscht gähnende Leere und nichts lädt einem zum Essen ein. Liegt vielleicht daran, dass es fast nur Fastfoodketten sind.

Langsam bekommen wir wieder Hunger und ein sehr bekannter Markt, namens Wangfujing Food Market bietet sich doch am Besten dafür an, oder?


Wieder laufen wir ein Stück, um die letzten 2,9 Kilometern mit Didi uns dorthin fahren zu lassen.


Angekommen, können wir gar nicht glauben, dass so ein exotischer Food Market hier sein soll.


Nur die exklusivsten Geschäfte sind hier vertreten und es wirkt alles künstlich.


Nach einer kurzen Recherche im Internet, kommt die Ernüchterung. Dieser tolle Markt existiert nicht mehr.


Wir finden zwar noch den Eingang, aber da ist nichts mehr. Andere Touristen suchen auch verzweifelt.


Dafür können wir einen schönen Sonnenuntergang sehen.


Alles geschlossen :(
Alles geschlossen :(

In der Nähe von unserem Hotel gibt es die Guijie Street. Diese ist bekannt für die viele Lampions und Krebsläden.


Als wir ankommen, wird es auch langsam dunkel und beleuchtet sieht die Straße schon sehr schön aus.


Ein Restaurant ist knacke dicke voll, welches wir uns auch als erstes angucken.


Da so viele Leute draußen sitzen, dachten wir, man kann hier auch draußen essen. Doch weit gefehlt. Das ist einfach nur die Warteschlange. Bis zu 3 Stunden sitzen sie ab 18 Uhr hier, um einen der heißbegehrten Plätze zu bekommen. Da würde mir aber was fehlen.


selbst die Sitzwarteplätze sind voll. Nur noch Stehplätze (4 + x Stunden Wartezeit)
selbst die Sitzwarteplätze sind voll. Nur noch Stehplätze (4 + x Stunden Wartezeit)

Alle Lokale bieten leider immer das Gleiche an. Entweder nur Fisch oder Hot Pots (dies wollen wir aber erst am letzten Tag essen).


Auch wenn die Straße sehr schön ist, fehlt uns hier das echte Leben.



Zum Essen gehen bietet sich unsere Straße (wo auch unser Hotel ist) am Besten an. Hier sind richtig viele kleine Läden, wo nur Einheimische sitzen. Bei drei gibt es leider nichts mit Bildern oder englischer Schrift. Auch der Übersetzer hat seine Probleme. Mit den Wirten zu reden, macht auch wenig Sinn, da sie entweder nicht wollen, können oder keine Zeit haben.


Später finden wir ein Lokal mit einer Karte, wo auch Bilder drauf sind.


Dort bestellen wir uns zwei Nudelsuppen (ich glaube nach dem Urlaub, können wir für ein paar Wochen keine Nudeln mehr sehen).


Jules
Jules
Meins
Meins

Beide schmecken extrem gut, obwohl Jules noch einmal alles toppt.


Ein toller Abschluss, für einen wunderbaren ersten Tag in Peking. Die Stadt hat schon einiges zu bieten und gefällt uns jetzt schon mehr als die Städte in Vietnam.





 
 
 

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