Tag 13 - Halong Bucht
- Tobi

- vor 2 Tagen
- 6 Min. Lesezeit
Samstag, der 21. März 2026
Nun ist es so weit. Die bekannteste Tour, die man in Vietnam machen kann, steht heute auf unserem Programm. Diese Bucht ist ein Muss und so stehen wir 4:45 Uhr auf und laufen die 100 Meter zu unserem Treffpunkt für den Bus.
Auf den Straßen herrscht schon ein reges Treiben und wir werden komisch angeguckt.
Unser Taxi ist pünktlich da und fährt uns zu dem Sammelplatz für die Busse.
Dort müssen wir über 35 Minuten warten, dürfen aber einen Sonnenaufgang sehen.

Danach kommt unser Luxus Bus. Dieser hat nur 11 Plätze und sie sind sehr bequem, haben einen USB-Anschluss, Massagefunktion und man kann fast liegen.
Unser Fahrer hat es sehr Eilig und fährt uns in nur 1,75 Stunden zum Hafen.
Im Bus bekam ich eine Mail, dass unser Flug über die Halong Bucht storniert wurde. Gründe? Fehlanzeige.
Da wir in Ha Long so viel Zeit haben, nehmen wir uns ein Grab zur Seaplane Lounge und fragen nach, warum unser Flug für morgen storniert wurde.
Die Mitarbeiterin war auch sehr verwundert und rief überall an, bis sie uns mitteilte, dass für morgen alles voll sei. Dafür hat sie jetzt so lange gebraucht? Ich bin skeptisch, aber ändern kann ich es nicht.
Sie bietet uns noch einen Flug für heute an, mit dem Versprechen, dass wir es pünktlich zu unserer Abfahrt mit dem Schiff schaffen werden.
Okay, dann machen wir das halt heute. Gibt schlimmeres.
Doch nun die nächste, doofe Nachricht. Es ist nur ein Platz frei. Das ist ja blöd. Da es Jules Geschenk werden sollte, darf Jule fliegen, aber sie möchte nicht und bietet es mir an.
Dann machen wir das halt nicht. Schade, denn diese Möglichkeit gibt es ab dem 1. April 2026 nicht mehr, da der Flugbetrieb ab da an eingestellt wird.
Enttäuscht wollen wir das erste Mal hier ein Taxi nehmen, der uns die 2,3 Kilometer zu unserem Treffpunkt fährt.
Ich Zeige im die Hafenstation und er sagt sofort ja und macht sein Taximeter an.
Da ich Taxifahrer nicht vertraue, lasse ich nebenbei Maps laufen und sehe, dass er keine Ahnung hat wie er fahren soll oder uns ewig rumfahren will.
Auf meinem Hinweis, dass es der komplett falsche Weg sei, fährt er noch mehr Umwege und will die ganze Zeit mein Handy haben.
Ich sage zu ihm, dass er doch bei der Adresse genickt hat und ich sehe es nicht ein die Hälfte von seinem Job zumachen.
Wir steigen aus, das ist uns hier zu Doof. Er möchte dazu noch seine 30.000 VDN haben für die Strecke die er gefahren ist.
Ist klar. Ich mache die Tür zu und bestelle ein Grab.
Unkompliziert, ohne Abzocke oder Verhandeln kommen wir auf dem schnellsten Weg an. Taxis brauchen sich wirklich nicht mehr wundern, so wie die Tuk Tuks in Bangkok.
An der Hafenlounge werden wir freundlich begrüßt und füllen schon alles aus.
Jetzt haben wir noch so viel Zeit hier und können das ganze Treiben beobachten.
Der Hafen füllt sich immer mehr mit großen Schiffen und bei unserem Steg wird das ganze Essen, trinken, sowie die Bettwäsche und Handtücher schon bereit gestellt.



Die ganze Vorbereitung anzugucken, war schon spannend. Bis...
Bis unsere Mitreisende antreffen sollten. Eine ganze Schulklasse. Auf einmal wurde es laut und hektisch. Klar, sie saßen gerade zwei Stunden im Bus.
Doch nach 10 Minuten haben sie sich beruhigt und hängen nur noch am Handy. Ruhe.
Unser Beiboot kommt auch pünktlich und wir fahren mit diesem jetzt 45 Minuten bis zu unserem richtigen Schiff.
Die Fahrt ist ruhig und man bekommt schon einen gigantischen Ausblick auf die Kalksteinberge. Genial





Wir werden gleich in das Restaurant begleitet und bekommen Plätz zugewiesen.
Für die Asiaten heißt es aber nicht hinsetzen, sondern sofort das Buffet stürmen (und nicht nur die Kinder). Die Besetzung schaut nicht schlecht und versucht alle zum hinsetzen zu animieren. Das Buffet wurde nämlich noch gar nicht eröffnet.
Fremdschämen pur.
Nach einer Ansprache, wo wir Willkommen geheißen werden und der Ablaufplan erklärt wird, ist das Buffet endlich eröffnet und 90 % stürmen sich wie die Verrückten auf das Essen.
Für uns eine super Möglichkeit, nach draußen zu gehen und uns das Sonnendeck anzugucken und die Natur zu bewundern.






Als wir wieder unten sind, können wir uns ganz alleine am Buffet bedienen und die Sachen, die Leer sind, werden gerade neu aufgefüllt. So haben wir es uns gedacht.
Es war zwar sehr schön angerichtet, aber von den Socken gehauen hat es einem nicht. Wirkte wie Kantinenessen. Da haben wir in der Lounge in Siem Reap besser gegessen.
Danach dürfen wir in unser Zimmer und es ist so luxuriös. Es sieht genau wie auf den Bilder im Internet aus und dazu dieser super Balkon, von dem wir eine traumhafte Aussicht haben.
Bis jetzt sind wir von der Aussicht voll begeistert. So genial hätten wir es uns nicht vorgestellt und nur dafür hat sich das alles schon gelohnt.
Und wir sind weiter gespannt, wie nun der ganze Ablaufplan sein wird.


Jetzt ist aber erst einmal Siesta für über 1 Stunde. Da ich seit heute ordentlich kränkle passt es mir ganz gut und die Badewanne und ein kleines Schläfchen schreien nach mir.
Das tat gut und wir begeben uns 15:30 Uhr nach unten und wollen mit dem Kajak durch die Bucht fahren. Doch da haben wir nicht damit gerechnet, dass es nur 9 Kajaks gibt und die Schulklasse schon alle in beschlag genommen hat.
Wir gucken uns verdutzt an. Wie kann man sowas anbieten und nur 9 Stück haben? Als alternative können wir noch schwimmen.
Hier gibt es mehrere Punkte dies nicht zu machen:
Das Wasser ist sehr frisch
mir geht es nicht so gut
Im Wasser schwimmt sehr viel Müll
Ist schon schwach organisiert.
Wir gehen zurück zu unserem Balkon und gucken die schwimmenden Händler zu, wie sie versuchen ihre Ware loszuwerden.
Über uns wollen welche was kaufen und wir können uns auch dieses Erlebnis angucken.
5 Bier sollen es werden, die jetzt mit dem Bambusstock in das 3. Level zu manövrieren ist nicht leicht. Doch Jule hilft mit und so bekommen unsere Nachbarn über uns ihren Einkauf. Leider kommt gerade eine Windböe und zack landet ihr Geld auf unserer Etage.
Wer findet darf behalten, oder. Na gut wir sind gnädig und legen das Geld für die schwimmende Händlerin in ihren Korb. Alle sind nun glücklich und zufrieden.
Ansonsten wird die Aussicht einfach nicht langweilig und so vergeht die Zeit bis 17:00 Uhr auch wunderbar.
Oben auf dem Sonnendeckt beginnt jetzt die Happy Hour und der Kochkurs für vietnamesische Frühlingsrollen.
Es ist schon alles angerichtet. Dazu gibt es kleine Häppchen zum naschen und die Cocktails werden mit Liebe zubereitet.
Ich darf mit als Erstes bei dem Programm teilnehmen.
Wir machen es dem Koch nach und mansche Dinge sind sehr interessant. Als wir fertig sind, begutachtet der Koch unsere Rollen und findet meine am Besten (nach seiner natürlich). Na wenn das Mal nichts ist.
Jule bekommt die vom Koch und ich darf meine essen. Sie schmecken beide super, bei mir ist nur keine Fischsoße drauf.
Das hat Spaß gemacht.
Jetzt haben wir wieder ein bisschen Zeit für den Balkon und danach geht es zum Abendbrot.
Hier erwartet uns ein fünf Gänge Menü. Die Karte zeigt zwar nur Fischgerichte an, aber auf dem Beiboot wurde man fünf Mal gefragt, was man haben möchte. Ich meinte immer nur, Hauptsache nicht scharf und ohne Fisch. Den Rest esse ich.





Wir haben eine super Aussicht, es gibt Livemusik (die sehr gut ist) und dazu kein Buffet. Wir freuen uns.
Dann kommt schon der erste Gang.



Zweiter Gang und die Salate sind perfekt und viel Besser geht es unserer Meinung nach nicht.


Dritter Gang. Jules schmeckt super, meins ist gut.
Doch ab hier wird der Service komisch. Sobald sie sehen, dass man fast am Ende ist, stehen sie neben einem und wollen schon den Teller weggenehmen. Jule wollte gerade das Besteck auf den Teller weggelegen und schon war es Weg.
Dann kam der vierte Gang.


Auch dieser schmeckte gigantisch super. Besonders mein Rind war auf dem Punkt angebraten.
Hier hatte Jule gerade den letzten Bissen genommen und noch das Besteck in der Hand, da wurde ihr alles weggenommen.
Beim fünften Gang das Selbe. Noch nicht mal fertig mit kauen bzw. wollte man auf dem Teller noch die letzten kleinen Reste essen, hatte man keine Möglichkeit und der Teller war verschwunden.
So gut wie das Essen auch war und die Bedienung immer freundlich, möchte ich mich bei so einem Menü nicht unter Zugzwang gedrängt fühlen.


Kurz nachdem Essen gingen wir wieder ins 1. Deck und wollten das Nacht Tintenfischangeln miterleben. Doch waren hier nur die Kinder am Werk und wollten die kleinen Fische am Bott mit der Angel erschlagen, anstatt zu Angeln.
So macht angeln natürlich wenig Sinn und ich würde auch mal bezweifeln, dass wir hier länger als 5 Minuten mitgemacht hätten. Ich wäre da bestimmt sehr schnell ungeduldig geworden.
Wir sahen dafür noch eine riesen Quale, die leuchtenden Boote und sogar zwei Feuerwerke. Ein super Abschluss.
Danach gingen wir noch einmal Baden und fielen kaputt ins Bett. Was für eine tolle Tour bis jetzt, auch wenn einige Dinge wirklich nicht so gut waren, aber die Aussicht hat es dann alles vergessen gemacht.













































































































































































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