Tag 16 - Karibik, wir kommen
- Tobi

- 4. Okt. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Freitag, der 5. Dezember 2025
Was? Es ist schon Freitag? In einer Woche sind wir wieder im kalten Deutschland und irgendwie gefällt uns das Land immer mehr.
Was gibt es dann besseres, als die letzte Woche entspannt anzugehen?
Da bietet sich die Karibik doch am Besten dafür an, oder?
So war auch immer mein Plan und ich bin bis jetzt auch der Überzeugung, dass es die richtige Route ist, sowie wir sie gemacht haben. Das kann ich natürlich erst am Ende des Urlaubes bestätigen.
7 Uhr sind wir am Frühstückstisch und unser Gastgeber bereitet schon einiges vor.
Außer uns sind noch vier andere Deutsche in dieser tollen Unterkunft zu Gast.
Wie es der Zufall so will, haben wir sie gestern schon bei den Blue Falls gesehen. Da sind wir gerade mit schmerzen am Auto angekommen und sie wollten noch paar Wasserfälle sehen.
So kommen wir alle schnell ins Gespräch. Die Eltern besuchen ihre Tochter (Tierärztin an der Karibikseite) und ihre andere Tochter ist aus der Schweiz auch für 1,5 Wochen mit gekommen. Sie muss Sonntag wieder abreisen.
Es war sehr angenehm und das Frühstück wurde zur Nebensache. Unser Gastgeber mischt sich auch immer wieder sympathisch ein und es ist ein tolles Feeling. So ein B&B hat manchmal seinen eigenen Scharm und wir erinnern uns gerne an die USA wo wir in Page mitten in der Küche mit den Gastgebern und anderen 4 Leuten, aus 4 verschiedenen Ländern saßen und uns über Reisen, Kultur und allgemeines unterhalten haben.
Sowas bleibt mehr in Erinnerung, als das Frühstück oder das tolle Zimmer.
Wir wünschen uns noch einen tollen Urlaub und gehen getrennte Wege. Falls ihr heute mitlest. Danke für die tolle Unterhaltung, uns hat es viel Spaß gemacht und wir wünschen euch noch ganz viel Spaß.
Da wir heute rein gar nichts geplant haben, außer Auto zu fahren, haben wir Zeit und ich schreibe meinen Bericht noch zu ende.
Dann geht es endlich los und die ersten 1,5 Stunden führen durch immer größer werdende Städte (wir sind fast bei San Jose) und zum Schluss dann durch die Berge wieder.
Es ist ein sehr dichter Verkehr, aber es rollt auf unserer Seite mindestens. Auf der Gegenseite, stehen sie mehr und so müssen wir das auch für unsere Rücktour einplanen.
Nachdem wir nun die anstrengendste und zeitaufwändigste Strecke bewältigt haben, heißt es eine kleine Pause einlegen.
Das Lokal ist sehr schön im Dschungel und bietet wieder eine tolle Aussicht.
Jule bestellt einen Erdbeere-Pfefferminz Saft und ich einen Papaya Saft.
Dazu gibt es für jeden einen kleinen Taco.
Die Säfte schmecken wieder richtig gut und das Fleisch in den Tacos ist so zart und saftig.


Ein Mitarbeiter kommt voller Freude auf uns Gäste zu und sagt, da ist ein Affe.
4 Leute springen sofort auf und sind voll begeistert. Sie haben anscheinend den ersten Tag hier bzw. den Zweiten.
Alle anderen bleiben entspannt sitzen. Man sieht sie einfach überall und nach zwei Wochen, lassen wir nicht unser Essen stehen. Bei einem Jaguar oder Tapir hätte mich auch nichts mehr gehalten.
Da es keine Berge mehr zu bewältigen gibt, fahren wir 90 Kilometer nur gerade aus. Die Strecke ist jetzt nicht die Schönste, aber man kommt voran.
Außer die paar Baustellen, die gut gelöst worden sind, erstellen sich als schwierig für sehr viele Heraus.
Entweder sie sind Baustellen in den Ausmaß nicht gewohnt oder wir sind durch Berlin, einfach zu abgehärtet davon.
Wie auch immer, wir kommen vorwärts und ich sehe das erste Mal ein 100 km/h Schild.
Darf ich jetzt 150 fahren?
Nö. Es bleibt bei seinen 120. Eigentlich ist es auch sowas von Egal welches Schild sie hier aufstellen. Alles ab 40 heißt immer noch, mach was du für richtig empfindest.
Ich mag dieses Prinzip.
Kurz nach 13 Uhr erreichen wir Puerto Limon und zugleich das erste Mal in diesem Urlaub das karibische Meer.
Für Jule ein Neuland und ich habe schon ewig davon geschwärmt und hatte die Hoffnung, dass es wie in Mexiko aussieht.
Leider nicht. Der Strand ist schön und das Wasser auch, aber es kommt noch nichts an Mexiko oder Oman ran.


Der Strand ladet uns noch nicht wirklich zum Baden ein und auch die Stadt gefällt uns nicht so sehr, sodass wir bis zur Unterkunft fahren wollen. Da es hier nur eine große Hauptstraße gibt, können wir schon einal alles angucken und für gut oder schlecht beurteilen.
Der Verkehr und die Straßenführung ist sehr irreführend und macht auch im Nachhinein keinen Sinn, aber irgendwie manövriere ich uns raus und habe keine Lust mehr zu fahren.
Jetzt heißt es das erste Mal in diesem Urlaub Fahrerwechsel.

Zum Anfang macht es noch viel Spaß.
Ich kann einfach immer das Sagen, was Jule die ganze Zeit zu mir gesagt hat. Fahr nicht zu schnell, hier sind nur 60 km/h, Hund, Achtung Bumber usw..
Doch nach 5 Minuten ist mir langweilig und ich frage mich, was ich jetzt noch machen kann?
Irgendwie bekomme ich aber auch die Zeit rum und wir erreichen unser Hotel für eine Nacht.
Nach dieser bleiben wir 4 Nächte (diesmal wirklich) in Cahuita.
Den restlichen Tag schlendern wir noch durch die gemütlichen Gassen und stöbern überall rum. Es ist zwar ein absolutes Tourigebiet, aber keiner quatscht einen voll und es ist sehr atmosphärisch.
Ein sehr ereignisarmer, aber toller Tag geht zu Ende.
Ereignisarm? Für mich jedenfalls nicht. Seit zwei Wochen suchen wir die Soursopfrucht und wir haben sie gefunden. Zwar Tiefgefroren, aber nach 2 Stunden darf ich sie endlich essen und nicht nur trinken.

Und was soll ich sagen?
Sie ist der Wahnsinn. Diese Frucht könnte ich 24/7 essen. Jule sage ich, dass sie überhaupt nicht schmeckt.
Erst schmeckt es nach Ananas und dann nach Erdbeere. Wie toll ist das denn?
Mit dieser Freude gehen wir ins Bett.


































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