Tag 7 - Saigon
- Tobi

- vor 22 Stunden
- 6 Min. Lesezeit
Sonntag, der 15. März 2026
Und schon wieder verlassen wir einen Ort bzw. wechseln das Land. Diesmal geht es Schlag auf Schlag.
Um 5:20 Uhr klingelt der Wecker und wir packen die letzten Sachen, nach dem duschen. Unser Grab Fahrer ist schon lange Vorort und wartet in der Lobby.
Er geht mit Jule schon zum Auto und ich Checke uns aus.
Leider macht der Hotelangestellte einen Fehler (was ich wirklich erst am Flughafen festgestellt habe). Da Jule nicht da war, hat er anscheinend sie vergessen und so musste ich nur einen Roller bezahlen und nicht unsere Beiden. Haben wir das Geld für die Fahrt zum Flughafen wieder locker drin und Jule kann sich irgendwas tolles davon kaufen, meinte sie jedenfalls. Wir werden sehen wie nett sie bleibt.
Wir sind genau perfekt am Flughafen. Unser Schalter für die Kofferabgabe macht gerade auf und wir sind die Ersten.
Das Prozedere ging schnell von statten und wir gehen zur Passkontrolle. Auch wenn dies ein wirklich sehr überschaubarer Flughafen ist, haben 20 Schalter offen. Wahnsinn. So brauchen wir natürlich gar nicht warten und dürfen zur Sicherheitskontrolle.
Hier haben - wie zu erwarten - auch so viele Schalter auf, dass es super voran geht. Außer den Laptop brauchen wir hier auch nichts auspacken.
Von außen sah der Flughafen wie ein Tempel aus und von innen sieht er auch genau so aus. Er gefällt uns sehr gut.

Am ersten Shop geben wir unser letztes Geld aus und haben keinen Rest mehr. So muss das sein.
Der Flughafen interessiert uns für das Erste nicht mehr weiter, da wir gleich in die Angkor Lounge gehen.
Was hier uns vom Service und dem angebotenen Essen erwartet, übertrifft sogar Bangkok.
Wow. Auch die Bar/Kaffee/Tee Dame bringt einen sein bestelltes zum Tisch.
Leider habe ich mit dem Magen ein bisschen zu kämpfen seit heute Früh und esse nur leichtes. Leider. Es sah so gut aus und Jule hat von allem ein bisschen was probiert und meinte, dass alles, wirklich alles super geschmeckt hat.
Es gibt sogar eine Terrasse im freien. Genial.
Wie sehr wir uns mittlerweile auf Flughäfen freuen ist unfassbar.
Pünktlich sind wir am Gate zum Boarding, doch das Flugzeug ist noch nicht da.
Wir setzen uns in der Zeit in den Garten vom Flughafen und warten.
Dann kommt das Flugzeug doch noch an und mir nur 20 Minuten Verspätung machen wir uns auf in die größte Stadt Vietnams.
Den Flug habe ich komplett verschlafen. Jule schüttelt mich liebevoll (als mit voller Gewalt) und sagt: " Vietnam, du kannst ein neues Land aufrubbeln".
Gut, jetzt bin ich wach und motiviert.
Wir sind schnell bei der Passkontrolle und es sieht extrem voll aus. Ist es bestimmt auch, aber ganze 80 Schalter haben offen.
Ich bin immer wieder sprachlos, wie Asien da tickt und wie gut es läuft. Wir warten 10 Minuten und das bei den Massen an Menschen die hier angekommen sind.
Die Koffer kommen auch relativ zügig und wir gehen zum Ausgang.
Was uns hier erwartet ist schwer in Worte zu fassen. Noch nie habe ich so viele Menschen vor dem Flughafen gesehen. Überall sind Menschen und kaum Platz zum treten.
Selbst die nervigen Taxivermittler kommen nicht zu uns durch und wir gehen immer weiter nach außen, damit wir ein bisschen Platz und Ruhe haben, um ein Grab zu bestellen.
Willkommen in einer anderen Welt.
Das Grab lässt nicht lange auf sich warten und fährt uns für 3,23 € zum Hotel.
Der Verkehr ist schon eine andere Hausnummer als Bangkok, doch wirkt es für uns noch Human. Delhi hat uns einfach eines besseren belehrt und seitdem ist alles nur noch Kindergarten bzw. hier Hort.
13 Uhr erreichen wir unser Hotel und können auch schon einchecken. Das Zimmer ist spartanisch, aber dafür super Zentral.
Der Ben-Thanh-Markt ist nur eine Minute zu Fuß entfernt und dieser ist in jedem Blog, Reiseführer oder was weiß ich vertreten und hochgelobt.
Ich bekomme immer dollere Magenschmerzen und nehme sogar eine Tablette, damit ich es irgendwie aushalten kann und das muss schon was heißen.
Wir wollen uns also nur den Markt angucken, da ich notfalls schnell wieder ins Hotel kann.
Von weitem sieht der Markt schon ganz cool aus, doch das ändert sich schnell.
Die Preise sind fast wie bei uns und überall wird man angequatscht (damit kann ich leben, bzw. sie einfach ignorieren) oder viel angefasst und das kann ich ja sogar nicht leiden. Erstaunlicherweise werde auch nur ich angefasst und Jule in Ruhe gelassen. Ist gut so, aber ich werde unentspannter und warte nur, bis ich meine Nerven verlieren.
Dieser Markt ist gleichzusetzen mit dem aus Bali, Marrakesch und Istanbul.
Wir wollen ihn nur verlassen und hätte es nicht so eine super Tee Auswahl gegeben, wären wir schon weg.
Also versuchen wir unser Glück.
Die Preise sind deren unserer und ich denke mir nichts dabei, da Verhandeln hier ja angesagt ist.
Sie sagt mir nach einigen Minuten auch einen super Preis und wir holen uns von 3 Sorten je 200 Gramm.
Beim bezahlen will sie einen Preis haben, der von gut und böse ist.
Ich lache und gehe. Werde dazu noch angeschrien und wenn noch jetzt jemand spuckt, dann sind wir wieder in Marokko. Aber zum Schlimm wird es nicht werden.

Was für ein scheiß Markt. Ich frage mich, wie er bei so vielen Blogs so gut weg kommt.
Als wir ihn verließen, sehen wir, wie viele Touribusse eigentlich hier stehen und immer weiter ankommen.
Da die Tabletten langsam wirken, wollen wir zu einem Markt fahren, wo fast nur Einheimische sind.
Wir bestellen ein Grab, welches uns für 1,12 € dorthin fährt.
Dieser Markt ist leider auch nicht das erhoffte. Hier wird man zwar nicht angesprochen und angefasst, aber es gibt auch nichts intressantes. Selbst die Lebensmittel halten sich in Grenzen. Außer ein bisschen Fisch, gibt es fast nichts mehr.





Leider war das auch nichts und wie wollen nun die 1,8 Kilometer zum Hotel zurück laufen. Vielleicht sehen wir so was spannendes und der Notre Dam Vietnams ist auch auf dem Weg.
Die Innenstadt wirkt immer langweiliger und hat sogar nichts zu bieten. Nichts ist schön oder hat irgendwas besonderes.
Selbst Notre Dam ist gerade in der Bauphase und wirkt nicht so schön, wie es ohne Bauzaun ist.


Doch in der Nähe finden wir einen Kaffee/Tee Laden, der es für über 3/4 weniger anbietet, als beim "besten Markt der Stadt".
Die Qualität ist um einiges besser und bei diesen Preisen, versucht man auch gar nicht mehr zu verhandeln.


Wir holen 3x 200 g Tee und 1x 200 g Kaffee für ca. 15 €.
Der Geruch wird mir hoffentlich noch sehr lange in der Nase bleiben.
Außer eine Katholische Kirsche sehen wir nicht mehr viel.


In der Nähe vom Hotel finden wir ein gutes Lokal. Es ist zwar nicht das, was wir uns vorgestellt haben, aber innerhalb von paar Sekunden sind wir im Hotel und meine Magenkrämpfe kommen immer wieder Schubweise.



Es war lecker, aber auch für Vietnam teuer.
Aber wir (eher ich) haben was im Magen und hoffe, dass es bald besser wird.
Doch weit gefehlt. Mein Magen spinnt und der Körper wird schwächer. Wir machen in unserem Zimmer eine Pause von 2,5 Stunden, wo ich viel schlafe.
Der Schlaf, die Ruhe und die Tabletten haben gut getan und mir geht es wieder super.
Jule hat die Zeit sehr sinnvoll genutzt und eine Straße rausgesucht, wo wir heute noch hingehen können.
Es ist die Partymeile hier und es soll sehr viel blinken.
Wieder bestellen wir uns ein Grab für 1 € und können schon von weitem die Farben sehen.
Hier ist richtig leben und alles Blinkt.
Paar Frauen tanzen draußen, um Kunden zu bekommen, aber hier ist es nicht einmal ein Strip. Also nicht mal ansatzweise wie Bangkok.
Es herrscht eine tolle Stimmung, die Musik ist super und wir trinken genau in der Mitte von der Straße was.
Das ist der einzige Ort, wo ich nur eine Sache aufgeschrieben habe und sonst nichts geplant habe.
Es ist die Streetfood Straße, direkt am Blumenladen.
Wieder fahren wir für 1 € zum Markt.
Dieser ist so wie wir es uns vorgestellt haben. So gut wie keine Touristen aus dem Westen, kleine gemütliche Sitzecken zum Essen, sehr gute Preise und nur freundliche Einheimisch.
Stunden könnten wir hier verbringen.
Wir probieren einmal einen Spieß mit Bison, Ferkel und Pilzen im Speckmantel.
Für Jule gibt es noch einen Erdbeertee und so schmeckt das Essen noch besser.
Das war so toll und authentisch. Genau für sowas sind wir hier und nicht für das, was wir in der Nähe von unserer Unterkunft haben.
An der Straße, wo wir unser Grab bestellen, welches uns zum Hotel fährt, entdecken wir einen Bäcker und sind ganz begeistert von den Torten und dem restlichen Gebäck.
Ein würdiger Abschluss für heute.
In der Hoffnung, das morgen wieder alles offen hat und was uns der
Tag allgemein bringt.
Jetzt erst Einmal Vietnam aufsaugebn































































































































































































































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