Tag 1 Berlin - San Francisco
Freitag, der 4. September 2026
Bevor der Urlaub so richtig losgehen kann, spulen wir die Zeitmaschine noch mal ein paar Stunden zurück.
Donnerstag, 20:00 Uhr: Ich starre aufs Handy. Eine Nachricht vom Camper-Verleih. „Hey, ihr könnt die Kiste am Samstag schon um 10:30 Uhr statt 14:30 Uhr abholen!“ Jackpot! Uns fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Unser eigenes Auto müssen wir nämlich spätestens um 11:45 Uhr abgeben. Der Zeitplan passt plötzlich wie die Faust aufs Auge. Das Abenteuer ruft, und es schreit uns quasi direkt ins Gesicht!
Als Jule ein paar Minuten später zur Tür reinkommt, überfalle ich sie sofort mit der guten Nachricht. Die Laune steigt ins Unermessliche. Jetzt schmeckt der Feierabend-Drink gleich doppelt so gut. Prost!
Donnerstag, 21:30 Uhr (1,5 Stunden im puren Urlaubs-Glück): Pling. Eine Mail von British Airways. „Schönen Gruß, euer Flug ist storniert.“ Zack, emotionale Vollbremsung.

Aber das Schicksal meint es heute wild mit uns. Sekunden später flattert direkt die Alternative rein: Lufthansa über München. Haken an der Sache: Wir kommen fünf Stunden später an. Das tut weh, aber hey – wir landen immer noch am selben Tag!

Ist zwar nicht das Schönste, aber wir kommen noch am selben Tag an und wir dürfen trotzdem mit einem Jumbo fliegen und sitzen in der Premium Economy oben.
Das richtig Traurige daran ist, dass wir uns San Francisco wieder einmal nicht richtig angucken dürfen.
So stornieren wir unser Hotel in China Town und fahren gleich nach Dublin (Kalifornien) - dort holen wir den Camper am nächsten Tag ab.
Wir gehen schlafen und finden noch einen kleinen Vorteil. Wir müssen nicht mehr um 3 Uhr aufstehen, sondern dürfen ganze 2 Stunden länger schlafen.
Freitag, 5:00 Uhr: Der Wecker klingelt. Wir springen völlig entspannt (okay, so entspannt man um 5 Uhr morgens eben sein kann) aus dem Bett und erledigen den Rest. Eine Stunde später sind wir bei H&H und brettern über eine herrlich leere Autobahn zum BER.
Nach einer herzlichen Verabschiedung steuern wir lässig den Self-Check-in-Automaten der Lufthansa an. Der Automat schaut mich an, ich schaue den Automaten an... und er sagt: „Nö.“ Einchecken unmöglich. Heißt im Klartext: Abgammeln in der gefühlt kilometerlangen Schlange am Schalter. Es geht vorwärts wie eine Schnecke auf Beruhigungsmitteln. Meine Geduld verabschiedet sich im Minutentakt.
Aber auch dieses Drama hat irgendwann ein Ende. Wir sind unsere vier Koffer los, halten die Bordkarten wie Trophäen in der Hand und schwören uns: Jetzt beginnt der Urlaub!
Nach der sehr entspannten und kurzen Sicherheitskontrolle gehen wir diesmal zur Lufthansa Lounge. Da wir ja mit denen Fliegen darf ich mit der Platinkarte rein.
Doch leider nur ich. Einen Gast darf ich leider nicht mit reinnehmen.
So gehen wir halt zur Tegel Lounge, nehmen unseren Stammplatz ein und frühstücken.


Die Zeit in so einer Lounge geht so viel entspannter und schneller vorbei.
Wartezeit gekonnt weggemeditiert! Wir laufen zu Gate A. Dort hat sich schon wieder eine riesige Traube von Menschen gebildet, die so tut, als ob das Flugzeug ohne sie wegfliegt. Wir bleiben ganz geschmeidig stehen und steigen als Letzte ein. Unsere Plätze sind in der allerletzten Reihe. Ich schaffe es sogar, meinen Rucksack in die Gepäckablage zu quetschen – ein kleines Flugzeug-Wunder!
Und los geht’s!

Der Start fühlt sich an wie eine Fahrt auf der Achterbahn im Heide-Park. Der Wind schüttelt uns ordentlich durch, aber nach ein paar Minuten fängt sich der Vogel. Wir schmeißen das Tablet an und blenden die Welt aus. 45 Minuten später: Die Landung. Und was soll ich sagen? Genau dieselbe Achterbahn wie beim Start! Wir werden noch mal kräftig durchgeschüttelt.
Gesund, munter und mit leicht verwuschelten Frisuren landen wir in München. Unser erster Weg? Natürlich direkt in die „Airport World Lounge“!
Auf zwei Etagen hat man hier genügend Platz und Freiraum.
Das Essen sieht hier sehr gut aus und schmeckt auch so, wir haben neben uns eine Bar, wo wir das erste Mal heute auf unseren Urlaub anstoßen und es gibt sogar zwei Ruheräume und super Duschen.
Hier bekommen wir auch die Zeit super totgeschlagen und freuen uns gleich auf den Flug in der zweiten Etage.
Zum Schluss findet Jule noch Oliven, die richtig gut geschmeckt haben sollen.

Nun wechseln wir das Terminal und zu unserem Gate. Hier wird noch einmal die Pässe und die Esta kontrolliert und wir dürfen im riesen Wartebereich die letzten 10 Minuten verbringen.
Es gibt für dieses riesen Flugzeug sage und schreibe 3 Eingänge.



Nachdem die Leute mit Kindern oder eingeschränkte Menschen im Flugzeug sind, dürfen die First/Buisness Class an ihrem eigenen Schalter rein und auch wir haben unseren eigenen Schalter.
So geht das super schnell und wir gehen unsere Plätze in Beschlag nehmen und uns vorstellen.
Jule nimmt sich gleich ihre Kuscheldecke und ich nehme die Hausschuhe (auf den Costa Rica Flug gab es diese leider nicht).


Wir haben so viel Platz, auch weil die zwei Plätze neben Jule frei bleiben. Premium Economy ist schon genial.
Der Begrüßungsdrink lässt auch nicht lange auf sich warten.


Nachdem wir nicht mehr im Steilflug sind, bekommen wir unsere Essenkarten und wieder was zu trinken.



Da ich in der Lounge schon Spätzle mit Käse und Röstzwiebeln hatte, gibt es für mich das Hähnchen und für Jule die Garnelen.


Beide Hauptgerichte waren sehr gut, doch der Salat war der Wahnsinn.

Danach wird alles für ein schläfchen vorbereitet und alles dunkel gemacht.
Wir machen uns lang und genießen den Platz. wo wir auch immer wieder einschlafen.
Das Entertaimentprogramm lässt auch keine Wünsche offen und wir können die Zeit super vertreiben.
Der Service ist ein Weltenunterschied, zwischen unseren Flug nach Costa Rica (auch mit Premium Economy). Sowas hätte ich Lufthansa gar nicht zugemutet. Vielleicht bekommt ihr wirklich noch mal freiwillig von mir einen Chance (die letzten Flüge waren ja unfreiwillig mit euch).
Wenn wir nicht den Fenchel/Anis/Kümmel Tee ordern, gibt es auch noch nebenbei viele Snacks.

Zum Schluss gibt es noch ein warmes Gericht. Zwei haben wir zur Auswahl und jeder nimmt ein anderes, damit wir beides probieren können.
Es schmeckt wieder super, doch an den Salat kommt es nicht heran.


Danach beginnt schon die Landung.
Der Flug war sehr ruhig und durch diesen super Service (loben muss man ja auch mal), das sehr gute Programm und dazu den Platz den wir hatten, war es einer der besten Flüge die wir hatten.
So kann man 11,5 Stunden schon überbrücken.
Ganz sanft landen wir und können nach 5 Minuten stehen schon mit als erstes das Flugzeug verlassen.
Der Immigrationsschalter ist noch sehr leer und wir sind in 2 Minuten durch. Das ich sowas in der USA mal erleben darf?!
Die Koffer lassen dementsprechend auf sich warten, aber ich warte lieber hier, als vor den Schalter.
Unsere vier Koffer kommen alle unversehrt an und wir steuern gleich die Bahn zur Autovermietung an.
Bei Avis ist eine sehr lange Schlange und nur ein Schalter hat auf. Meine Geduld ist jetzt eigentlich schon am Ende, aber...
ich bin doch - danke der Amex - Avis Preferred Mitglied.
Für uns gibt es eine Etage drunter einen extra Schalter.
Drei Mitarbeiter für insgesamt drei Kunden. So mag ich das. Da ja alle Daten von mir hinterlegt sind und ich das Auto schon bezahlt habe, geht es super schnell. Kurz Führerschein und Reisepass verglichen, Kaution bezahlt und ich bekomme nach 3 Minuten meinen Stellplatz mitgeteilt.
G15. Ein riesen, roter SUV. Okay. Warum nicht? Wir haben zwei Klassen als upgrade kostenlos bekommen.
Hier haben wir auch kein Problem unserer ganzen Gepäck zu verstauen.
Jetzt müssen wir noch 50 Minuten bis zur Unterkunft fahren.
Der Verkehr ist um kurz nach 21 Uhr doch sehr überschaubar und ich fahre mit dem Verkehr (75 Mp/h) uns sicher zum Hotel.
Dort bekommen wir auch ein upgrade zu einer Suite. Ja, warum nicht für die paar Stunden?
Das Zimmer ist riesig und wir hören die Dusche nach uns schreien. Doch Rituale sind wichtiger, so laufen wir 250 Meter zu 7eleven und holen uns ein wohlverdientes Kaltgetränk und stoßen auf unseren Urlaub an.

Wir sind Happy und nach der Dusche genießen wir das Bett. Nach knapp 27 Stunden unterwegs sein, genießen wir das Liegen.
Morgen geht dann der Roadtrip mit dem Camper los.
Gefahren Kilometer: 73




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